Am Samstag erlebten rund 1.400 Ballgäste einen fulminanten Abend beim Rosenball im Rosenheimer Ku’Ko. Mit einer ganzen Reihe an hochkarätigen Showeinlagen und zwei herausragenden Bands wurde ein einzigartiges und kurzweiliges Programm in zwei Sälen geboten. Fazit: Der ganzvolle Abend war die lebendige Verschmelzung von Tradition und Moderne.
Bereits die Eröffnung des Rosenballs mit den 20 Debütanten-Paaren, die im Saal Bayern über die 11 m hohe und beleuchtete Showtreppe einzogen, war gelungen. Die Fächerpolonaise aus der Feder von Klaus Mühlsiegl mit der anschließenden „Tik-Tak-Polka“ aus der Operette „Fledermaus“ brachte anschließend Wiener Opernball Flair auf die Bühne. Der Walzer war heuer von Christine und Zoltan Kesmarki besonders anspruchsvoll choreografiert und beinhaltete viele Bildwechsel. Für zwei paar Paare hatte sich das Training beim Premium-Partner besonders ausgezahlt. Philipp Handwerk und Christina Lechner dürfen zusammen mit Marinus Kreidt und Sophia Laube beim Wiener Opernball 2016 als Vertreter aus Bayern debütieren.
Gegen 21 Uhr zeigte die Rosenheimer Garde, dass sich Monate langes Training auszahlt. Der neue Gardemarsch beinhalte mit Unterstützung des Elferrats zahlreiche Hebefiguren sowie einen eingesprungenen Spagat aller achtzehn Mädchen. Bei der Inthronisation des Rosenheimer Prinzenpaars war die aktuelle politische Lage kurz ein Thema. Nach der feierlichen Übergabe der beiden Zepter durch den Präsidenten Ernst Fürbeck war ursprünglich die Übergabe des goldenen Schlüssels durch Oberbürgermeistin Gabriele Bauer geplant. Aus Respekt vor den furchtbaren Anschlägen in Paris wollte sie jedoch nicht selbst auf die Bühne kommen. Diese Entscheidung honorierten die Ballgäste mit Applaus. Reinhold Frey übernahm als erster Vorsitzender des Wirtschaftlichen Verbandes diesen Auftrag gerne von Frau Bauer. Zusammen mit dem sieben jährigen Schlüsselkind Liliana Kleeberger überreichte er den Schlüssel an die hocherfreute Prinzessin.
Für die nächsten fünf Wochen regieren in Rosenheim Anton Kieler und Katharina Tröber als „Prinz Anton I., edler Retter aus dem Reich der Sterne“ und „Prinzessin Katharina I., bezaubernde Hüterin der weiß blauen Kutschen“. Beim Prinzenwalzer wurde es romantisch, wobei schon hier die ersten Showeffekte eingebaut wurden. Ein großes weißes Tuch in dessen Mitte die Prinzessin stand, wurde in Wellenbewegung gesetzt und ließ quasi aus dem Nichts den Prinzen erscheinen.
Gleich zwei Mal zeigten die sieben Paare der Tanzformation „Boogie Magics“ ihr weltmeisterliches Können. Unter den Titel „Elvis“ und „Navy Sweets“ lieferten sie zwei rasante und unglaublich synchrone Boogie-Tanzeinlagen. So verwundert es nicht, dass die erfolgreichen Tänzerinnen und Tänzer unter anderem bereits neun Weltmeister-, drei Europameister- und 14-mal Gold bei der Deutschen Meisterhaft sowie 10 Siege beim Deutschland Cup holen konnten.
Musikalisch top war das Orchester „Fink & Steinbach“, die Klassiker und aktuelle Hits im großen Big Band Stil neu interpretierten. Für ebenfalls eine durchweg volle Tanzfläche sorgte die Live-Band „up to date“ im Saal Rosenheim, die heuer bereits zum zehnten Mal mit von der Partie waren. Für das leibliche Wohl sorgte das 90-köpfige Team von Prinzipal, die unter der Regie von Andreas Schmidt für die Gaumenfreuden zuständig waren. Darüber hinaus wurden die weiblichen Ballgäste vor Ort mit dem gewohnt exklusiven Service des Haarcenter Hess verwöhnt. Zusammen mit professionellen Visagistinnen von Douglas blieben bei den Damen keine Wünsche offen.
Das letzte Highlight des Abends war die Show der Rosenheimer Faschingsgilde unter dem Motto „Eurovision Song Contest – Europa zu Gast in Rosenheim“. Dieser Länder- und Kulturen verbindende Musikwettbewerb ist geradezu ein Sinnbild für das friedliche und respektvolle Miteinander in Europa. Besonders deutlich wurde das bei den Showeinlagen von Nicole, die mit „Ein bisschen Frieden, ein bisschen Träumen und dass die Menschen nicht so oft weinen…“ die Herzen der Menschen damals wie heute berührte. Doch auch eine überzeugend echte Eurovisions-Gewinnerin Conchita Wurst mit dem Hit „Rise like a Phoenix“ hatte hinter der perfekt in Szene gesetzten Performance mehr als nur Unterhaltungscharakter.
Die Show glänzte zudem durch die professionell abgestimmte Lichtshow sowie durch schnelle und harmonische Bildwechsel. Dabei wurden neben den sexy und realistischen Kostümen der Stars eine ganze Reihe an Showeffekten eingebaut – angefangen von Schwarzlicht, über LEDs bis hin zu wehenden Fahnen. So tummelten sich auf der Rosenheimer Bühne ein nach Aufmerksamkeit suchender Guildo Horn, die furchteinflößenden Gruselrocker „Lordi“, die Stimmungsbringer ABBA und die Eurovision Urgesteine „Dschinghis Khan“. Natürlich durfte auch der erfolgreiche Liebling der Deutschen, die freche Lena und der schwedische Exportschlager „Euphoria" gesungen von Loreen nicht fehlen. Und wie heißt es dort im Songtext so passend „Warum, warum bleibt dieser Augenblick nicht für immer und ewig?...“ - dieses Gefühl teilten auch viele der Gäste und feierten zu Letzt in der Bar unter den eingängigen Beats von DJ KS und bei bester Stimmung bis in den frühen Morgen. Abgerundet wurde der Abend von den Gastgeschenken, mit denen die Ballbesucher persönlich verabschiedet wurden. Passend zum hochkarätigen Ballabend konnten sich die Gäste über erlesene Pralinen aus dem Hause Dengel freuen.
Für alle die am Samstag im KU’KO nicht dabei sein konnten gibt es noch die Gelegenheit sich eine der letzten Restkarten für den Stadt- und Landball am 07. Februar zu sichern. Diese sind bereits ab 18,- € im KU’KO oder im Ticketcenter Rosenheim erhältlich.
Bilder zur Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie oder unter: www.faschingsgilde-rosenheim.de